GLOBAL COTTON

Themensemester 2018


Baumwolle ist allgegenwärtig in unserem Alltag, nicht nur in Form von Fäden und Fasern in unserer Kleidung, sondern auch in Geldscheinen und Nahrungsmitteln. Doch was wissen wir darüber, wie Baumwolle hergestellt, unter welchen Bedingungen sie geerntet und verarbeitet wird, wie sie historisch verschiedenste Orte der Welt verbunden hat und dies noch heute tut?

Das vom Institut für Ethnologie und Kulturwissenschaft (IfEK) organisierte interdisziplinäre Themensemester 2018 zum Thema Global Cotton zeigt am Beispiel der Baumwolle die Entwicklung des globalen Kapitalismus auf, fragt nach Verknüpfungen zum Kolonialismus und zum transatlantischem Sklavenhandel, und nimmt heutige globale Produktions- und Handelsketten, Arbeitsbedingungen, sowie Fragen von Nachhaltigkeit und Fairtrade in den Blick. Das Themensemester möchte zum Nachdenken anregen über die Verflechtung von lokaler und globaler Geschichte, über Zusammenhänge zwischen Kolonialismus und gegenwärtigen sozialen, politischen und ökonomischen Ordnungen, über Wirtschaftsmythen und Gewaltgeschichten, über verantwortliches Leben und Erinnerungskultur.

In Kooperation mit verschiedenen universitären und städtischen Partnern wird im Sommersemester 2018 zu diesen Themen ein vielfältiges Programm aus öffentlichen Vorträgen, Vorlesungen, Workshops, Seminaren, Studierendenprojekten und Exkursionen angeboten. Dabei werden internationale Gäste wie Sven Beckert (Harvard), Koray Çalışkan (Boğaziçi/Istanbul), Alessandra Mezzadri (SOAS/London), Stephan Small (UC Berkeley), und Adam Sneyd (Guelph/Canada) erwartet.

 

Das Themensemester wird eröffnet mit einer Auftaktveranstaltung
17. April 2018 · 18 Uhr · GW2 B3009

mit Vortrag von Ines Weller (ARTEC, Universität Bremen) zu
(Nicht) nachhaltige Entwicklung der Produktion und des Konsums von Baumwolle

und einem Quiz zu Baumwolle von Heike Derwanz & Norbert Henzel (Institut für Materielle Kultur, Oldenburg)

 

 

Das Gesamtprogramm des Themensemesters finden Sie hier.

Das Themensemester wird gefördert vom Alumni Verein.