Module

Im Folgenden finden Sie eine Kurzbeschreibung aller Module. Die Modulverantwortlichen finden Sie hier (Stand SoSe 2016). Die offizielle Modulbeschreibung ist auf Anfrage erhältlich.

Modul 1: Theoretische Grundlagen der Transkulturalität

Inhalte und Ziele

Ziel des Moduls ist die Einführung und Kenntnis zentraler Kulturtheorien, die für die Beschäftigung mit Transkulturalität relevant sind. In der Vorlesung wird ein Überblick über die theoretischen Entwicklungen und Schulen der letzten zweihundert Jahre vermittelt und die Anschlüsse an aktuelle Debatten um Transkulturalität aufgezeigt. Im Seminar geht es um die ethnologische Weltsicht und eine Einführung in die Reflexion über Kultur aus ethnographischen Beispielen.

Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen

Das Modul wird entweder mit einer Klausur abgeschlossen, oder durch regelmäßige Lektürearbeit und mehrere kleinere schriftliche Essays. 

Modul 2: Postkoloniale Verortungen von Transkulturalität

Inhalte und Ziele

In diesem Modul geht es um aktuelle Ansätze von Transkulturalität: kulturellen Kontakt, Austausch, Vermischung (Hybridität, Synkretismus, „Creolité“), Differenz, Alterität und Subalternität. Einen Schwerpunkt bilden Analysen postkolonialer Repräsentationen in Literatur, Film, Fernsehen und Videokunst. Es gibt einen Überblick über Diskussionen zu transkulturellen Dynamiken weltweit. Gelichzeitig wird ein theoretisches Instrumentarium erarbeitet, um lokale Formen des transkulturellen Wandels in einen globalen und historischen Zusammenhang zu stellen.

Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen

Die Themen werden im Rahmen einer Vorlesung vorgestellt und durch die gemeinsame und selbständige Lektürearbeit in einem Seminar fortgesetzt. Ausgewählte textuelle und visuelle Repräsentationen von Transkulturalität sind Gegenstand der vertieften Analyse im Seminar. Das Modul wird entweder durch eine Klausur oder durch eine schriftliche Hausarbeit abgeschlossen.

Modul 3: Transkulturelle Kompetenz

Inhalte und Ziele

Dieses Modul vermittelt Grundlagenwissen zu inter- und transkultureller Kommunikation und Diversity Management in Praxiskontexten. Ziel ist die Verzahnung von theoretischen Konzepten sowie den eigenen Erfahrungs- und Wissenskompetenzen mit Praxisumsetzungen. Gängige (Kultur-)Vermittlungsverfahren im Bereich der Interkulturellen Kommunikation und des Diversity Managements werden erprobt, reflektiert und analysiert. Daraus lassen sich innovative Umsetzungen, z.B. für Workshops oder Trainings, unter einer transkulturellen Perspektive entwickeln.

Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen 

Das Modul besteht aus einer Kombination von Seminar und praktischen Anteilen im Rahmen einer Übung; der praktische Anteil kann in Absprache mit den Lehrenden auch durch ein selbständiges Praktikum im Bereich der (Kultur-)Vermittlungsarbeit erbracht werden. Vorgesehen ist in jedem Fall eine schriftliche Reflektion zur Evaluation der Praxisanteile oder zum Theorie-Praxis-Transfer.

Modul 4: Profilbildung: Selbststudium

Inhalte und Ziele

Den Inhalt dieses Moduls bestimmen Studierende größtenteils selbst, etwa in den Bereichen optionaler Exkursionen, Auslandsaufenthalte für Studium oder Praktika, gezielte Lektüre oder Ausbau von Sprachkompetenzen. Es ist möglich, sich für einen Bereich zu entscheiden oder auch eine Kombination der Bereiche zu wählen. Vor Beginn sollten sich Studierende mit Hilfe von Beratung durch die Hochschullehrer einen genauen Plan machen, wie sie ihr Selbststudium gestalten wollen. Diesen Plan stimmen sie mit dem Modulverantwortlichen ab und lassen ihn genehmigen. Zum Beispiel kann man sich im Rahmen einer Lektüregruppe oder allein mit dem Werk einer Autorin befassen und in einem Lesetagebuch dokumentieren. Oder bei der Durchführung eines selbst organisierten Forschungs- oder Praxis-Projektes kann ein reflexiver Bericht angefertigt werden. Bei weiteren Sprachkursen können die entsprechend bescheinigten Leistungen als Selbststudium anerkannt werden.

Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen

Das Modul gestaltet sich durch begleitende Seminare oder selbst organisierte Veranstaltungsformen oder Tätigkeiten. Die unbenotete Prüfungsleistung in Höhe von 6 CPs besteht in der genehmigten Absprache über Art & Weise des Selbststudiums und seiner Dokumentation etwa in Form eines Lesetagebuchs, eines Forschungsberichts, eines besonderes Produkts oder einer Projektdokumentation.

Modul 5: Textanalyse

Inhalte und Ziele

Verfahren der Textanalyse bilden die Grundlage für den Umgang mit Weltkonstruktionen und Repräsentationen von Kultur in allen Medien. Im theoretischen Teil des Moduls werden aktuelle Texttheorien und Analyseverfahren vorgestellt (textsemiotische, strukturalistische und poststrukturalistische Ansätze, Intertextualität, postkoloniale Textwissenschaft, Narratologie und neuere Rezeptionsforschung). Ziel ist es, diverse Text-Sorten als komplexe und flexible Entwürfe transkultureller Wirklichkeiten zu verstehen und mit entsprechenden Verfahren ihre vieldeutigen und kontextabhängigen Botschaften zu interpretieren.

Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen

Im Rahmen eines Seminars wird in ausgewählte Verfahren der Textanalyse eingeführt. Begleitet durch ein Tutorium werden die Studierenden diese erproben, indem verschiedene Textgenres analysiert werden. Die Ergebnisse werden in einer schriftlichen Arbeit dargestellt.

Modul 6: Methoden - Ethnographie und qualitative Verfahren der Kulturanalyse 

Inhalte und Ziele

In diesem Modul werden die Grundtechniken der qualitativen Methoden in den Sozial- und Kulturwissenschaften vermittelt und im Rahmen einer eigenen Feldforschung angewendet. Nach dem Prinzip des forschenden Lernens wird das Thema der Studie selbst entwickelt und einzelne Techniken der teilnehmenden Beobachtung, Gesprächsarbeit und visuelle Verfahren erprobt und kombiniert. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Auswertung der erhobenen Daten. Exemplarisch wird in ausgewählte Verfahren eingeführt, um sie am eigenen Datenmaterial durchzuführen. Die Teilnehmer werden somit qualitative Methoden der Kulturanalyse kontextbezogen erlernen und die eigene Forschungsweise ethisch und erkenntnistheoretisch reflektieren.

Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen

Das Modul umfasst insgesamt 15 CP und gestaltet sich durch ein 4-stündiges Seminar, das auch für praktische Anwendungen der einzelnen Methoden und Auswertungsverfahren genutzt wird. Zentraler Bestandteil ist die selbständige Durchführung einer Forschung in Bremen während des Semesters; sie ist Grundlage für den schriftlichen, benoteten Forschungsbericht, der auch visuelle Anteile beinhalten kann. Die Studierenden sind aufgefordert, bereits im Semester vor Beginn der Übung nach möglichen Themen für ihre Untersuchungen zu suchen.

Modul 7: Religionswissenschaftliche Dimensionen der Transkulturalität 

Inhalte und Ziele

Das Modul führt ein in religionswissenschaftliche Perspektiven auf transkulturelle Dynamiken am Beispiel religiöser Kulturen. Zentral dabei ist das Konzept einer "Europäischen Religionsgeschichte", die als diskursive Religionsgeschichte betrieben wird: Religionen und deren kulturelle Einbindungen sind nicht als begrenzte Einheiten zu behandeln, sondern hier wird nach ihrem Werden, ihren Austauschbeziehungen sowie ihren Funktionen in Aushandlungsprozessen von Identitäten gefragt. Die Vermittlung von Grundlagen in Theorie und Methode einer kulturwissenschaftlichen Religionsanalyse steht im Mittelpunkt. Dies versetzt die Studierenden in die Lage, religionswissenschaftliche Perspektiven in weiteren Modulen zu Gegenstandsbereichen der Transkulturalität zu vertiefen (siehe M 8,9,10).

Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen

Das Modul besteht aus einer Vorlesung und einem begleitenden Tutorium oder Lektürekurs, indem die Inhalte an aktuellen oder historischen Beispielen der Religionsforschung vertieft werden. Die Prüfungsleistung kann entweder eine Klausur oder eine schriftliche Ausarbeitung einer Kurzpräsentation oder eine mündliche Prüfung sein.

Modul 8,9,10, Profilierung: Gegenstandsbereiche der Transkulturalität 

Inhalte und Ziele

Diese Wahlpflichtmodule im zweiten Studienjahr dienen der Vertiefung von Theorien und Methoden zur Transkulturalität an konkreten Beispielen. Studierende werden angeleitet, ihre eigenen Themenschwerpunkte zu entwickeln, indem sie nach Prinzipien des forschenden Lernens selbständig zu Unterthemen recherchieren oder eigene Vorarbeiten einbringen und dazu einen Beitrag im Seminar gestalten. Ziel dieser Module ist, Spezialisierungen im Forschungsfeld der Transkulturalität voranzutreiben und somit Anregungen für die Themenwahl der Masterthesis zu bieten. Im Rahmen der schriftlichen Hausarbeiten haben die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, ihre akademischen Schreibkompetenzen professionell weiterzuentwickeln. 

Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen

Ein Modul „Gegenstandsbereiche der Transkulturalität“ wird aus 2 Seminaren (je 2 SWS) zusammengesetzt, die im thematischen Verbund oder separat studiert werden können. In einem Seminar wird neben der aktiven Mitarbeit (3 CP, s.u.) eine schriftliche Arbeit (+3 CP) verfasst, die benotet wird (also insgesamt 6 CP). Im zweiten Seminar wird ausschließlich die aktive Mitarbeit in Form von mündlichen Präsentationen, Lektürearbeit oder kurzen schriftlichen Aufgaben erbracht (3 CP). Die Benotung des gesamten Moduls (6 CPs + 3 CPs = 9 CPs) erfolgt über die schriftliche Hausarbeit in einem der Seminare.

Insgesamt müssen drei Module „Gegenstandsbereiche der Transkulturalität“ aus den Wahlpflicht-Angeboten zu M8,9,10 studiert werden. Hier können Sie den Laufzettel mit der Noten-/Leistungserfassung für Modul 8,9,10 herunterladen. Im Handout finden Sie alle relevanten Informationen zu den zur Verfügung stehenden Kursen.

Modul 11: Abschluss - Themenfindung und Kolloquium, Masterarbeit

Inhalte und Ziele

Dieses Modul qualifiziert für die Erstellung der Abschlussarbeit im Umfang von 50 Seiten. Ein Kolloquium begleitet die individuelle Themenfindung im Feld theoretischer Debatten oder aktueller Forschungsfelder zu Transkulturalität. Im Austausch mit anderen Studierenden und Lehrenden wird das Thema fokussiert und weiter entwickelt. Präsentationstechniken für die mündliche Darstellung der Arbeit werden eingeübt.

Lehrveranstaltungen und Prüfungsleistungen

Das Modul wird durch die aktive Teilnahme an einem Kolloquium (2 SWS, 3 CP) strukturiert; der Hauptteil besteht in der selbständigen Anfertigung der Masterarbeit (30 CP) von der Themenfindung bis zum Manuskript. Durch die Betreuer wird zu allen Schritten Beratung angeboten. Die Anmeldung zur Masterthesis kann frühestens erfolgen, wenn 60 CP vorliegen, also das erste Studienjahr erfolgreich absolviert wurde.